Auch in Köln „ergrünt“ die Mode
Post by (abendkleider günstig) Nov 2011
Bei ihr dreht sich alles um Biomode: Andrea Jeschewski ist Öko-Designerin. Ihr Modelabel ist bei „Kiss the Inuit“ in der Albertusstraße 11 erhältlich. Mit der Mode der Öko-Bewegung der 70er Jahre hat ihre Green Fashion nichts zu tun.
Lange hat Andrea Jeschewski in der konventionellen Modebranche gearbeitet. Nach ihrem in Berlin hat sie drei Jahre für einen Massenbekleidungshersteller gearbeitet. Später wechselte sie zu einem Versandhaus. Dort hat sie Einblicke in Vertrieb und Produktion erhalten. Einblicke, die ihr gar nicht gefielen. „Kinderarbeit, Lohndumping, Feilscherei, Überproduktion – da hab ich mir gedacht ’was machst du hier eigentlich für einen Schwachsinn mit’?“ Am meisten habe sie gestört, wie viel Druck durch diese „Markenfixiertheit“ aufgebaut würde. Wie viele Menschen darunter litten. „Das ist eine Branche, die sich weltweit auf vielen Schultern ausruht und Menschen auch ausnutzt“, sagt Jeschewski.
Ein Siegel garantiert faire Arbeitsbedingungen
Im März 2007 hat Andrea Jeschewski Bgreen, einer der ersten Green Fashion Läden Deutschlands, in der Albertusstraße in der Kölner Innenstadt aufgemacht. Aus einer Not heraus. Damals gab es keinen einzigen deutschen Biomode-Designer, bei dem sie sich hätte bewerben können. Die Bio-Modemarken für Bgreen importierte sie aus dem Ausland. Teilweise habe sie sich wie ein Infopunkt gefühlt. „Die Menschen wissen oft nicht, warum sie überhaupt Biomode kaufen sollen“, erzählt sie.
Diese Unwissenheit inspirierte Jeschewski zu zwei weiteren Projekten. Die Biomode-Pionierin bloggt auf korrekte-klamotten.de und sitzt im Beirat des Verbands für nachhaltige Unternehmen. Neben dem Laden hatte Jeschewski kaum noch Zeit selbst zu designen. Bgreen gibt es deswegen nur noch als Onlineshop. Dafür hat sie mittlerweile ihr eigenes Bio-Modelabel: Jeschewski. „Mode macht für mich nur so Sinn“, sagt sie. Auch sonst lebt sie auf Nachhaltigkeit bedacht. Dieselben hohen Ansprüche stellt die 40-Jährige auch an sich selbst. Sie benutzt nur GOTS-zertifizierte Materialien. Global Organic Textile Standard: Das weltweit gültige Siegel garantiert die Mindeststandards und ist vergleichbar mit dem EU-Bio-Siegel der Lebensmittel-Industrie. Außerdem steht sie in engem Kontakt mit ihren Lieferanten, überzeugt sich immer selbst von der Qualität.brautkleider günstig
Öko-Mode ist in US-Metropolen Alltag
Für die Designerin ist der Vergleich mit dem Ausland besonders frustrierend. „Deutschland ist zwar Vorbild, was Recycling betrifft. Aber in Sachen Öko-Mode hinken wir vor allem den Amerikanern weit hinterher“, so Jeschewski. San Francisco, New York – hier herrsche eine ganz andere Selbstverständlichkeit. Fast schon Öko-Alltag. „Ich sehe, wie angekommen Nachhaltigkeitsmode in den USA ist. In Deutschland dauert alles ewig.“ Bei der Materialbeschaffung verzweifelt die Designerin regelrecht. Weil der Markt noch so klein ist. „Mit 600 Metern ungefärbter Bio-Baumwolle kann ich nichts anfangen.“
Nach und nach „ergrünt“ aber auch Köln. Mittlerweile gibt es mehrere ökologische Designer in der Stadt, vom T-Shirt-Bedrucker bis zur Abendgarderobe-Schneiderin. Jeschewskis Mode wird von ganz unterschiedlichen Leuten gekauft. Studenten, die auf eine Jeans sparen. Männer wie Frauen, jede Altersklasse. „Menschen, die ökologisch interessiert sind“, fasst sie zusammen. Das Argument, Öko-Mode sei viel teurer, lässt Jeschewski nicht gelten. T-Shirts kosten bei ihr um die 29 Euro, Jeans um die 99 Euro. „Man zahlt für Markennamen nur bereitwilliger, weil man das Image will.“ Für die Zukunft wünscht sich Andrea Jeschewski auch noch mehr Verständnis: „Menschen fühlen sich doch oft sehr angegriffen. Dabei will ich mit meiner Mode einfach nur eine Alternative und Chance aufzeigen.“
Andrea Jeschewskis Mode ist bei „Kiss the Inuit“ in der Schillingstraße 11 zu kaufen.
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