Boxer schlug im großen Stil zu

Post by (abendkleider günstig) Sept 2011

Von Matthias Christler

Innsbruck – Die angeforderte Cobra-Einheit brachte gestern einen 29-jährigen Mann ins Landesgericht Innsbruck. Die Gerüchte um den ehemaligen Profiboxer und seine Taten in Tirol vom Jahr 2010 ließen die Beamten mit Vorsicht agieren. Er hatte einen Disko-Besitzer angeschossen und in den Monaten danach ingesamt elf Einbrüche begangen, bei denen Geld und Waren im Wert von 60.000 Euro gestohlen wurden. „Er ist sicher kein Mafia-Killer, wie es vielleicht einige darstellen wollen“, sagte der Verteidiger des Angeklagten, der in Sarajevo geboren, im Krieg gekämpft und bei der Fremdenlegion ausgebildet wurde. Über den Umweg Deutschland kam er vor zwei Jahren nach Innsbruck.

Die Staatsanwaltschaft hat die Anklage wegen Mordversuches auf versuchte absichtlich schwere Körperverletzung herabgestuft. Im Mai 2010 hatte der Mann bei einer Auseinandersetzung vor einer Diskothek in der Innsbrucker Bahnhofsgegend eine umgebaute Schreckschusspistole gezückt und auf den Disko-Besitzer geschossen. Der Schuss war an dessen Gürtelschnalle abgeprallt, was das Opfer vor einer schweren Verletzung bewahrt hat.

Zwei wesentliche Punkte konnten gestern nicht geklärt werden: Erstens, ob der Angeklagte damals wusste, dass die Waffe scharf war. Zweitens, ob der Schuss gezielt abgegeben wurde. Der Täter soll laut einem Türsteher vor dem Schuss zum Opfer gesagt haben: „Was willst du? Soll ich dich niederschießen?“ Die Aussagen des Besitzers und von zwei Türstehern seien jedoch widersprüchlich, stimmte Richter Gerhard Melichar dem Verteidiger zu. Unverständlich für den Richter war zudem, warum nach dem Schuss niemand die Polizei verständigt hatte. Erst ein halbes Jahr später wurde der Angeklagte bei seinem elften Einbruch auf frischer Tat ertappt und dann zu dem Abend in der Diskothek vernommen. Er sagte gestern aus, er habe aus Notwehr gehandelt. Das kaufte ihm der Schöffensenat nicht ab.

Zu den Einbrüchen bekannte er sich schuldig. Aus einem Innsbrucker Modegeschäft für Herren stahl er zusammen mit einem Komplizen über 500 Kleidungsstücke im Wert von 40.000 Euro. Bei einem Einbruch in ein Innsbrucker Lokal hatten die zwei einen Tresor erbeutet, in dem über 20.000 Euro lagen.

Der Schöffensenat verurteilte den ehemaligen Profiboxer wegen versuchter schwerer Körperverletzung, gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahls und außerdem Hehlerei zu drei Jahren unbedingter Haft – das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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