Fernseher und RC-Autos sind Renner
Post by (schmuck online shop) Dec 2011
Von unserer Redaktion Mittleres Kinzigtal. Wie lief in diesem Jahr das Weihnachtsgeschäft? Was waren die Verkaufsschlager? Und wie sehen die Umtauschregelungen aus? Diese Fragen stellte der SchwaBo an Geschäftsleute im Kinzigtal. Die meisten sind mit dem Umsatz zufrieden – nur der Handel mit Wintersportwaren schwächelt derzeit.Besser als im Vorjahr lief das Weihnachtsgeschäft bei Möbel Vivell in Wolfach, so Geschäftsführerin Ursula Talmon. "Auffallend war in diesem Jahr vor allem die starke Nachfrage nach Gutscheinen." Ansonsten gebe es keinen bestimmten Artikel, den besonders viele Kunden haben möchten, sondern es werde querbeet eingekauft. Etwas Kopfzerbrechen bereiten Talmon und ihren Mitarbeitern die vielen Auslieferungen, die noch vor den Festtagen zu erledigen sind. "Das ist schon stressig", so Talmon.
Laut dem Wolfacher Gewerbevereinsvorsitzenden Reinhold Waidele sind heuer die Gutscheine des Gewerbevereins, mit denen der Beschenkte in rund 70 Wolfacher Geschäften selbst etwas aussuchen kann, der Renner. Zudem habe er Rückmeldungen von Einzelhändlern, die von sehr guten Zahlen berichtet hätten. Dies gelte vor allem für den Schmuck- und Uhrenbereich.
Männer verschenken öfters Gutscheine
Auf Grund des lange Zeit warmen Wetters lief der Weihnachtsverkauf im Textilbereich dagegen laut Waidele insgesamt eher schleppend an. Dies trifft unter anderem auch auf den "Life-Modeladen" zu. "Seit etwa zwei Wochen läuft es aber gut", sagt Geschäftsführerin Claudia Schleckmann. Die umsatzstärksten Tage sind dabei am Wochenanfang, während die Samstage laut Schleckmann den Weihnachtsmärkten und den größeren Städten wie Offenburg und Freiburg gehören. Gutscheine werden bei ihr besonders von Männern in Verbindung mit Kleinigkeiten wie Tüchern oder Handschuhen gekauft. Frauen wählen dagegen für den Beschenkten fast immer gleich ein Kleidungsstück aus. Sollten sie bei ihrer Auswahl daneben liegen, ist das kein Problem. "Auch wenn die Geschenke schon Anfang Dezember gekauft wurden, nehmen wir sie bis zu acht Tage nach Weihnachten problemlos zurück", so Schleckmann.
Auch Martin Schwendemann, Geschäftsführer des Handels- und Gewerbevereins Haslach (HGH), rechnet mit einem guten Weihnachtsgeschäft. Als Indikator dienen ihm die verkauften Lose des HGH-Weihnachtsgewinnspiels. Der Kubus im Rathaus, in dem die Lose gesammelt werden, sei gut gefüllt, berichtet Schwendemann. Nach seinen Beobachtungen hat jedes Geschenk seine Einkaufszeit. Ein Fernseher beispielsweise würde wohl kaum als Last-Minute-Kauf über den Ladentisch gehen – ganz im Gegensatz zu Parfüm.
Diesen Eindruck kann Sandra Kastner, Inhaberin der Parfümerien Schrempp in Wolfach und "Zur Katze" in Haslach, bestätigen. "Heiligabend ist für uns der wichtigste Tag", erklärt die Geschäftsfrau. Ihre Erfahrung sagt: "Je näher Weihnachten rückt, umso voller wird es bei uns." Das Klischee, Männer würden stets auf den letzten Drücker für ihre Frauen auf "Geschenke-Jagd" gehen, teilt sie nur bedingt.
Wintersport-Artikel noch nicht so gefragt
Derartige "Spät-Käufe" seien zwar nach wie vor gang und gäbe, in den vergangenen Jahren habe sich das männliche Einkaufsverhalten allerdings gebessert. Mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts sei sie "sehr zufrieden", berichtet Sandra Kastner und betont, dass sie mit dem Umtausch von Geschenken kein Problem hat. Liege die Quittung bei, sei das ohne Schwierigkeiten möglich, macht sie deutlich.
Mit dem Kassenzettel können Kunden auch im Haslacher Sportgeschäft Sandhas Geschenke umtauschen. Etwa Wintersport-Artikel, die im laufenden Weihnachtsgeschäft nach Auskunft von Inhaber Richard Kienzler allerdings noch nicht so gefragt gewesen sind. "Im Vergleich zum letzten Jahr läuft es nicht so gut", berichtet der Geschäftsmann. Den Grund sieht er im Wetter: Im Dezember 2010 habe Schnee gelegen und Lust auf Wintersport gemacht. Unzufrieden mit dem Umsatz während der Vorweihnachtszeit ist Kienzler aber trotzdem nicht. "Das Niveau ist okay", meint er.
Bei Elektro-Schillinger in Hausach läuft das Geschäft nach Wunsch. "Jetzt, zum Endspurt, zieht es auch nochmals etwas an", berichtet Brigitte Bruder. Klassiker wie Fernseher, Radios und Stereoanlagen seien auch in diesem Jahr am meisten gefragt, ebenso Haushalts-Kleingeräte wie Stabmixer oder Handrührer. Zudem verlangten viele Kunden nach Gutscheinen – dank derer auch nur noch wenige Fehlkäufe passierten. Muss doch ein Elektrogerät umgetauscht werden, erfolgt dies bei Schillinger in der Regel per Gutschrift.
RC-Fahrzeuge und ferngesteuerte Hubschrauber für Jungen sowie Puppen für Mädchen sind in diesem Jahr beim Haslacher Spielwarengeschäft "Tilly & Talla" die großen Renner. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verkauf – zufriedener als 2010", sagt Inhaberin Sabine Renter. Die Klage, dass allzu viele Spielwaren heute im Internet gekauft würden, könne sie nicht bestätigen. Weiterhin stellt sie fest: "Die Kunden fragen eher nach der Qualität des Spielzeugs als früher." Liegt das Spielzeugauto versehentlich doppelt unterm Weihnachtsbaum, wird es bei Vorlage des Kassenbons auch noch nach drei Wochen anstandslos zurückgenommen.paarschmuck
Auch in Hornberg sind die befragten Einzelhändler mit dem Umsatz zufrieden. "Anfangs lief es etwas schleppend, in dieser Woche hat das Weihnachtsgeschäft sehr gut angezogen", zieht Dietmar Schrenk von "Schrenk Augenoptik und Schmuck" Zwischenbilanz.
Auch für die Zeit zwischen den Jahren erwartet Schrenk einen guten Umsatz: "Dann werden die Gutscheine eingelöst." Auch in seiner Branche ist ein Umtausch der Schmuckstücke durchaus drin: "Das passiert vor allem, wenn der Ring nicht passt oder der Geschmack nicht getroffen wurde", sagt Schrenk.
Hochzufrieden zeigt sich Fritz Stulz von "Stulz Touristik" und Vorsitzender des Hornberger Gewerbevereins. Auch das "Hornberger Pulver", eine aus echten Kanonenkugeln gegossene Münze mit einem Umtauschwert von fünf Euro, werde vor allem an Weihnachten verschenkt.
u Trifft das Geschenk nicht den Geschmack des Beschenkten oder liegt es doppelt unterm Weihnachtsbaum, besteht nicht automatisch ein Umtauschrecht. Der Kunde ist auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Wer sich nicht schon beim Kauf die Umtauschmöglichkeit hat zusichern lassen, hat schlechte Karten, falls der Händler die Ware wegen Nichtgefallens nicht zurücknehmen will.
u Wer mit einem Gutschein beschenkt wurde, muss darauf achten, wann die Einlösefrist endet. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, gilt eine Frist von drei Jahren.
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