Rüsselsheimer Krankenhaustechniker rettet Finger - Flex kommt bei Edelstahlring zum Einsatz

Post by (schmuck) Mar 2012

Eine rheinhessische Leserin singt ein Loblied auf das Rüsselsheimer Krankenhaus. Beherztes Personal rettete der Frau dort am Freitag mit vereinten Kräften den schwer gefährdeten Mittelfinger ihrer linken Hand. Ungewöhnlich ist nicht nur, dass letzten Endes ein Haustechniker die entscheidende Hilfeleistung erbrachte.

Am Vortag hatte die 55-Jährige einen speziellen Ring auf jenen Finger gezogen. „Ringe aus Edelstahl sind gerade en vogue“, berichtet sie. Und dieses Exemplar, ein lange nicht mehr getragenes Werk ihres Ex-Mannes, war zwei Zentimeter breit, das macht schon was her. Als sie den Ring wieder abziehen wollte, gelang das nicht, aber die Frau machte sich zunächst keine ernsthafteren Gedanken. Auch als der Finger leicht angeschwollen war, suchte sie noch keine Hilfe. Sie rechnete fest damit, die Schwellung werde schon wieder zurückgehen, genauso allmählich, wie sie gekommen war.

Edelstahl hartnäckiger als Gold und Silberschmuck online shop 

Das Gegenteil passierte. Der Finger war bis zum nächsten Tag noch weiter angeschwollen. Eine Freundin versuchte zu helfen, mit Seife und Faden, den klassischen Hilfsmitteln beim Entfernen von Ringen. Aber der stählerne hier ließ sich absolut nicht bewegen. Die Frau suchte das Rüsselsheimer Krankenhaus auf, nun in tiefer Sorge, der Finger werde absterben. Doch auch in der Notaufnahme schien man ihr nicht helfen zu können. „Sie haben alles Mögliche probiert, aber Edelstahl ist nun mal nicht Gold und Silber. Diese anderen, gewöhnlicher Weise verwendeten Materialien sind viel weicher und solche Ringe hatten sie in der Klinik offenbar schon häufiger knacken können“, erzählt die Frau. Dieser aber widersetzte sich hartnäckig. Schließlich rief man einen Haustechniker zu Hilfe. Der holte seine Flex nach und sägte den Ring entzwei. In Schweiß treibender Präzisionsarbeit, wie die Leserin dankbar anmerkt. „Am Ende war der Mann wirklich schweißgebadet, aber er hatte mir den Finger gerettet.“

In der Notaufnahme ist man auf manches vorbereitet, erzählt deren Leiter, Dr. Stefan Münch, Oberarzt der Unfallchirurgie. Ja, man halte ein ganzes Arsenal verschiedenster Werkzeuge für alle Eventualitäten bereit – oder offenbar noch immer nicht für wirklich alle Fälle. „Für Edelstahl, zumindest zur Entfernung eines Ringes daraus, der fast das ganze Grundglied eines Fingers bedeckt, brauchen wir offensichtlich schwereres Gerät. Eine Flex gehört noch nicht zu unserer Grundausstattung“, schmunzelt der Mediziner. So mussten auch Patientin und Personal der Notaufnahme erstmals gegen Funkenflug geschützt werden. „Sonst eher ein Problem für Feuerwehrleute“, merkt Dr. Münch an. Die aufgesetzten Schutzbrillen schützen hier sonst vor Blutspritzern.

Eine ruhige Hand war gefordert

Roger Zögner half zum zweiten Mal in der Notaufnahme. Der gelernte Schlosser, der seit einem halben Jahr mit einem Kollegen in der GPR-Werkstatt Betten, Liegen, Nachttische sowie im gesamten Haus zum Beispiel Türen und Fenster instandsetzt, rückte mit einer Blechschere an, die unlängst ausgereicht hatte. „Der andere Ring war nicht so breit und auch etwas weiter als dieser, hatte mehr Spiel.“ Hier ging es nun vor allem darum, Spiel beim Handhaben der Flex absolut zu vermeiden. Klar habe ihn der Einsatz Überwindung gekostet, sagt der 35-Jährige. „Der Finger war ja auch noch angeschwollen. Und dann ist da gleich die ganze Hand. Zwei Zentimeter breit war der Ring, zehn Zentimeter misst die Trennscheibe der Flex im Durchmesser.“ Er wusste, dass er die Flex ganz ruhig halten musste. Andererseits wusste er nicht, ob auch die Patientin stillhalten würde. So oder so eine gefährliche Angelegenheit.

Die Krankenschwester hat bis auf den verteufelten Ring alles abgeklebt, auch kamen feuchte Tücher zum Einsatz. „Funken einer Flex fliegen bis zu 15 Meter weit“, berichtet Zögner. Nein, er selbst trägt keinen Schmuck und werde es sich nach diesem Erlebnis drei Mal überlegen, daran etwas zu ändern. Auch Dr. Münch rät dringend ab, Edelstahlringe zu tragen, erst recht welche von „so monströsem Ausmaß“.

Der Patientin geht es gut, der Finger tut noch etwas weh, so ganz ohne Verbrennung ging es nicht ab. „Aber ich habe ihn nicht eingebüßt.“ Auch sie rät, dem Alptraum glücklich entronnen, energisch davon ab, derartigen Schmuck zu tragen. „Was wird zum Beispiel erst, wenn man sich mal einen Finger mit einem solchen Ring daran bricht?“

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