So ist Hamburg: Die große Abendblatt-Stadtteilserie
Post by (schmuck) Mar 2012
104 Reporter plus ein Dutzend Fotografen machen sich mit Wissbegierde auf den Weg. Sie steuern nicht nur bekannte Ziele an, sie gehen auch um die Ecken - und darüber hinaus. Denn wer kennt sich in seiner Heimat besser aus als jene, die vor Ort wohnen und ihren kleinen Kiez, ihr Hoch im Norden lieben? Unter dem Strich ergibt sich das lesenswerte Porträt einer faszinierenden Metropole, in der eine Menge mehr steckt, als mancher auf den ersten Blick vermutet.
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Etwas Besonderes ist Nienstedten von jeher - nicht nur wegen der erhabenen Lage auf dem Elbhang. Bereits im 17. Jahrhundert erkoren Pfeffersäcke und Adelige aus dem benachbarten Hamburg das schnuckelige Dorf zwischen Altona und Blankenese als Sommersitz und stille Stätte für die gepflegte Geldanlage. Doch ist der Charme der Bourgeoisie damals wie heute diskret. Wer sich ein feudales Leben leisten kann, findet hier ein kommodes Zuhause. Aldi, Lidl & Co. indes muss er anderswo suchen. Es passt ins Bild, dass der lokale Supermarkt "Hofladen" heißt. Und die Post macht mittags noch zu.
"Wirtschaftlichen" Schaden nahm Nienstedtens Nimbus als autarkes Dorf durch ein konzentriertes Versiegen lokaler Bierquellen: Binnen kurzer Zeit machten die drei Schankwirtschaften vor Ort die Zapfhähne dicht. Auf Deutsch: Es gibt keine bürgerliche Kneipe mehr vor Ort. Als größten Verlust werten kultivierte Schluckspechte das Aus der traditionsreichen Lokals Schlag an der Rupertistraße, nachdem die Wirtsleute Lissi und Manni Schlag mitsamt Hund Hein in den Ruhestand traten. Nach dem Ratsherrn-Eck schloss zum Jahreswechsel nun auch noch der Krug am Marktplatz.
Kleiner Trost: Die gastronomische Versorgung ist unverändert erstklassig. Einige Beispiele für lohnende Einkehr, denn alle können hier leider nicht genannt werden: das Hotel Louis C. Jacob mitsamt Lindenterrasse sowie dem Kleinen Jacob gegenüber, Marlies Monesis exzellentes Il Sole an der Nienstedtener Straße, die Flottbeker Schmiede abseits des Derbyplatzes, das Quellental an der gleichnamigen Straße, das Witthüs im Hirschpark, das Engel am Anleger Teufelsbrück, aber auch die beiden Rastplätze am Elbuferweg.
Als Geheimtipps der Anwohner gelten zudem Kai Bartoluccis Fischgeschäft an der Rupertistraße (Bouillabaisse!) sowie der seit Jahrzehnten angestammte Schlachter Hübenbecker direkt nebenan mit einem sagenhaften Roastbeef. Im Stadtteil wird das Eck "Kap Hoorn" genannt. Mit den Gebrüdern Lorenz des örtlichen Mercedes-Autohauses, dem Optikermeister Hans-Werner "HaWe" Jaeger sowie Marion Wulf mit ihrem Kosmetiksalon zählt Rolf Hübenbecker zu den grauen Eminenzen am Elbhang. In Treue zur Raute wird die HSV-Fahne trotz allem hochgehalten ...
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