Warum Handtaschen keine Kunst sind

Post by (abendkleider günstig) Nov 2011

Anselm Reyle hat für Dior Accessoires entworfen. Ein Ausverkauf der Kunst an die Mode? Nein, ein lehrreicher Auftrag für eine verwandte Disziplin, sagt der Künstler.

Der Berliner Künstler Anselm Reyle bei der Arbeit an einer Handtaschen-Kollektion für Dior

Der Berliner Künstler Anselm Reyle bei der Arbeit an einer Handtaschen-Kollektion für Dior

ZEIT ONLINE: Herr Reyle, Sie haben für Dior für kommendes Frühjahr Taschen, Sonnenbrillen und Schuhe gestaltet. Was reizt einen Künstler an der Mode?

Anselm Reyle: Mir ist klar, dass Mode und Kunst als getrennte Welten gesehen werden. Als ich studiert habe, war beispielsweise der Bereich Design sehr negativ besetzt. Aber genau aus dem Grund hat mich die Zusammenarbeit interessiert – weil es gewissermaßen ein Tabu ist.

ZEIT ONLINE: Sie würden also keine klare Trennung zwischen Modedesign und künstlerischem Schaffen ziehen?

Reyle: Ich glaube, dass es zwischen Mode und Kunst viele Parallelen gibt, die gar nicht gesehen werden. Kunst hat zwar den Anspruch auf Beständigkeit, Allgemeingültigkeit und Langlebigkeit. Sie gilt als etwas, das eigentlich unabhängig von Modeströmungen sein sollte. Aber wenn man sich die Moderne mal so ansieht, ging auch in der Kunst alles wahnsinnig schnell: Es fing an mit dem Impressionismus, dann Expressionismus, Kubismus, zwischendurch Pointillismus. Im Takt von ein, zwei, drei Jahren gab es neue Stile. Das waren genau wie in der Mode Strömungen, die hip waren.

ZEIT ONLINE: Dennoch gibt es doch sicher Vorbehalte unter Künstlern, für Modehäuser zu arbeiten, die in erster Linie Umsatz machen wollen.brautkleider günstig

 
Eine Handtasche aus der von Anselm Reyle gestalteten Dior-Kollektion

Eine Handtasche aus der von Anselm Reyle gestalteten Dior-Kollektion

Reyle: Ich habe da keine Berührungsängste. Im Gegenteil: Ich fand es spannend, etwas zu machen, das nicht an den Ausstellungsraum gebunden ist. Etwas, das darüber hinausgehen, sichtbar sein kann und auch Leute anspricht, die mit Kunst normalerweise nichts zu tun haben. Aber letztlich war es nicht ich, der den Kontakt gesucht hat, sondern Dior.

ZEIT ONLINE: Und Anselm Reyle und Christian Dior, das hat für Sie auf Anhieb zusammengepasst?

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